Beitragsbemessungsgrenze Pkv

Beitragsbemessungsgrenzen in der privaten Krankenversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenze PKV ist eine wichtige Richtlinie bei der Berechnung von Krankenkassenbeiträgen. Sie gilt sowohl für die gesetzliche als auch für die private Krankenversicherung und wird auch bei vielen anderen Sozialversicherungen herangezogen. Die PKV Beitragsbemessungsgrenze darf nicht mit der Versicherungspflichtgrenze verwechselt werden. Letztere legt fest, ab welchem Jahreseinkommen man sich freiwillig bei einer privaten Krankenkasse versichern lassen darf. Die PKV Beitragsbemessungsgrenze zeigt an, bis zu welcher Höhe das Einkommen berücksichtigt wird, aus dem eine Krankenkasse die fälligen Beiträge errechnet.

Allerdings gilt dies bei privaten Versicherungen nur für den Anteil, den der Arbeitgeber trägt, da die Prämien hier höher als bei der gesetzlichen Krankenkasse ausfallen können.

Bemessungsgrenze PKV für Angestellte

Für privat Versicherte bedeutet das folglich, dass alle über den Höchstsatz hinausgehenden Prämien selbst finanziert werden müssen. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung kann es so also passieren, dass man als Arbeitnehmer den deutlich größeren Anteil stemmen muss. Wer sich schon vor Abschluss einer privaten Versicherung über die monatlichen Kosten informieren möchte, kann die aktuell geltende Beitragsbemessungsgrenze PKV zurate ziehen, um den Arbeitgeberanteil zu errechnen. Für 2016 gilt für den Arbeitgeber ein Höchstzuschuss von 309,34 Euro pro Monat. Läge die monatliche Prämie zum Beispiel bei 700 Euro, müsste man also mit einem Arbeitnehmeranteil von mindestens 390,66 Euro rechnen.

Private Krankenversicherung

Eventuelle Zusatzbeiträge, die jede Krankenkasse individuell festlegen darf, werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Diese Kosten müssen sowohl in der gesetzlichen als auch in der privaten Krankenversicherung ohnehin vom Arbeitnehmer getragen werden. Es gilt also jeweils der Basistarif als Berechnungsgrundlage. Dieser Tarif wurde vor einigen Jahren eingeführt und ist für alle privaten Krankenkassen in Kosten und Leistungen einheitlich. Die Bemessungsgrenze liegt aktuell bei 50.850,00 Euro Bruttojahreseinkommen, was 4.237,50 Euro monatlich entspricht. Der Beitragssatz für den Arbeitgeber liegt bei 7,30 %. Normalerweise verändern sich diese Werte jährlich etwas, da sie sich an den durchschnittlichen Gehältern orientieren. Tendenziell steigen diese stetig, womit sich auch die Beitragsbemessungsgrenze laufend nach oben verschiebt.

Ausnahmen von der Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze PKV ist jedoch nicht für alle Berufsgruppen und Personen gleich. So ist es zum Beispiel auch für Studenten möglich, in einer privaten Krankenkasse Mitglied zu werden, obwohl sie nicht die erforderliche Versicherungspflichtgrenze erreichen. Sind die Eltern bereits privat versichert, können Studenten unter 28 Jahren sich hier mitversichern lassen. In diesem Fall gilt allerdings eine Einkommensgrenze von 640 Euro pro Monat. Eigenständig versichert sind Studenten unter 34 Jahren in der Privaten Studentischen Krankenversicherung. Hier gelten fixe Tarife, die lediglich vom Alter abhängig sind.

Und auch Beamte, Selbstständige und Freiberufler müssen sich um die vorgeschriebenen Bemessungsgrenzen keine Gedanken machen. Wer sein eigener Chef ist, muss die Versicherungsbeiträge vollständig übernehmen, darf sich dafür aber die Art der Versicherung deutlich flexibler wählen. Die Ausnahme sind nebenberufliche Tätigkeiten, da immer die Hauptbeschäftigung als Ausgangspunkt gilt. Ist man also Angestellter und betreibt ein kleines Nebengeschäft, kann man vom Arbeitgeberzuschuss profitieren. Allerdings muss das Nebeneinkommen der Krankenkasse gemeldet werden und zählt in der Regel gemeinsam mit dem Haupteinkommen als Berechnungsgrundlage. Eine lukrative Nebentätigkeit kann also dazu führen, dass die Versicherungsbeiträge steigen.