Beitragsentwicklung Pkv

Entwicklung der Beiträge zur PKV

Wenn es um die Wahl des richtigen Anbieters für eine Vollversicherung geht, steht die Beitragsentwicklung der PKV ganz oben bei den Kriterien. Bei den verschiedenen privaten Krankenversicherern sind die Unterschiede jedoch sehr hoch. Wer sich die Beiträge jedes einzelnen Versicherers in den letzten Jahren genau anschaut, kann daraus schließen, wie sich die Prämien in den nächsten Jahren entwickeln könnten. Viele aktuelle Studien haben die Beitragsentwicklung der PKV untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die Prämien in den letzten 15 Jahren im Schnitt um 3,6 Prozent gestiegen sind.

Leistungen bleiben garantiert

Die privaten Versicherer handeln nach dem so genannten Äquivalenzprinzip. Dieses ist gesetzlich verankert. Es verpflichtet die Krankenversicherer, für jeden einzelnen Kunden einen individuellen Beitrag zu kalkulieren. Die Prämie des Versicherten hängt dabei vom für den betreffenden Kunden eingeschätzten Kostenrisiko ab und ist von dessen Lohn absolut unabhängig. Dafür ist der Vertrag zwischen Versichertem und Anbieter ein Vertrag auf privatrechtlicher Basis. Das bedeutet, dass der Leistungsumfang in der privaten Krankenversicherung über die gesamte Vertragslaufzeit garantiert bleibt. Das ist nämlich der große Vorteil der PKV. Im Gegensatz zu den hier vertraglich festgeschriebenen Leistungen kann der Gesetzgeber bei der gesetzlichen Krankenversicherung, bei der die Beiträge durch den Lohn des Versicherten bestimmt werden, den Leistungsumfang jederzeit einschränken. Deswegen lohnt sich bei den gesetzlichen Krankenkassen der Beitragsvergleich, bei den Privaten sollte der Schwerpunkt zusätzlich auf dem Vergleich der Leistungen liegen.

Private Krankenversicherung

Die Beitragsentwicklung der PKV wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. So werden bei der medizinischen Behandlung auch zukünftig große Fortschritte zu verzeichnen sein. Es gibt neue Forschungsergebnisse und revolutionäre Behandlungsmethoden, die jedoch nicht umsonst zu haben sind. Diese Erkenntnisse dienen nicht nur dazu, Menschen Leben zu erleichtern. Sie führen auch zu einer steigenden Lebenserwartung. Das bedeutet gleichzeitig, dass Lebenszeiträume länger werden, in denen medizinische Behandlungen möglich und notwendig sind. Nicht zuletzt steigen die Kosten im Gesundheitssystem schon allein durch allgemeine Preissteigerungen.

Altersrückstellungen dämpfen Beitragsentwicklung der PKV

Um höheren Krankheitskosten im höheren Lebensalter anfallenden entgegenzuwirken und damit die Beitragsentwicklung der PKV im Griff zu behalten, bilden die privaten Krankenversicherer so genannte Alterungsrückstellungen. Das ist eine Maßnahme, die vom Gesetzgeber seit einigen Jahren vorgeschrieben ist. Sie stellt sicher, dass die Prämien für die PKV nicht steigt, nur weil ein Versicherer ein höheres Lebensalter hat. Seit dem Jahr 2000 müssen neue Kunden bei den privaten Krankenversicherern zur Abdämpfung der PKV Beitragsentwicklung einen Zuschlag in Höhe von 10 Prozent auf ihre monatliche Prämie zahlen. In der Regel wird dieser Zuschlag zwischen dem 22. und dem 61. Lebensjahr fällig. Das zusätzliche Kapital wird mit Zinsen angelegt. Es dient dazu, Erhöhungen des Beitrags nach dem 65. Lebensjahr des Versicherten abzufangen. Die Zinsen aus dem angelegten Kapital müssen der Gemeinschaft der Versicherten zu 90 Prozent zugute kommen.

Der maximale Zinssatz für die Ermittlung der Alterungsrückstellungen liegt bei 3,5 Prozent. Ihre Krankenversicherungstarife dürfen die Unternehmen aber auch auf einem niedrigeren Zinssatz aufbauen. Allerdings gilt dabei, dass der Teil der Zinserträge für die Alterungsrückstellung dann auch niedriger ist, wenn der Zinssatz geringer ist. Im Alter drohen dann höhere Beiträge für die Krankenversicherung. Liegt der Zins dagegen höher als der kalkulierte Zinssatz, erzielt das Anbieter auch höhere Erträge. Diese zusätzlichen Zinserträge werden als Überzinsen bezeichnet, Verwendet werden sie besonders für zusätzliche Entlastungen bei den Beiträgen im Alter. Damit kann es sogar ab dem 80. Lebensjahr von Versicherten zu einer Senkung der Beiträge kommen. Allerdings muss das die Liquidität aus dem gesetzlichen Beitragszuschlag auch wirklich hergeben.

So senken Versicherte ihre Beiträge

Steigenden Beiträgen in der privaten Krankenversicherung können auch Versicherte selbst entgegenwirken. Ein Weg besteht darin, beim eigenen Anbieter nach einem günstigeren Tarif zu suchen und in diesen zu wechseln. Denn Experten raten vom Wechsel zu einem anderen Anbieter dringend ab. Dabei gehen nämlich die wichtigen Altersrückstellungen verloren. Wer dagegen sein per Gesetz verbrieftes Recht eines Tarifwechsels nutzt, kann in den meisten Fällen die gleichen oder nur wenig schlechtere Leistungen für eine deutlich geringere Prämie bekommen. Neue Tarife werden von den privaten Versicherern aufgelegt, um junge Kunden zu gewinnen. So lange diese Tarife nicht geschlossen werden, stehen sie auch Versicherten offen, die schon länger beim privaten Anbieter sind. Um das Angebot eines Krankenversicherers genau zu durchschauen, kann übrigens auch die Unterstützung eines Versicherungsberaters oder Agentur genutzt werden.

Prämie spart auch ein Wechsel in den Standardtarif spart Prämie. Offen steht dieser Weg allen, die schon vor 2009 privat krankenversichert waren oder älter als 65 sind. Ein Mitglied kann schon ab 55 in den Standardtarif wechseln, wenn sein Einkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt. Der Standardtarif ist sogar noch preiswerter als der Basistarif der PKV. Im Gegenzug gibt es dafür beim Basistarif die besseren Leistungen, In den Basistarif eines privaten Vollversicherers sollten Kunden wechseln, deren Beitrag sehr hoch ist. Die Hälfte des Beitrags wird darüber hinaus Kunden erlassen, die nachweislich hilfebedürftig sind.