Billigste Krankenkasse

Billigste Krankenkasse

Günstige Krankenkassen: Die Kriterien Die billigste Krankenkasse in der GKV? Gibt es in diesem Bereich überhaupt Preisunterschiede? Ja, die Kosten unterscheiden sich deutlich. Es gilt zwar ein einheitlicher Grundbeitrag, die meisten Kassen verlangen aber Zusatzbeiträge. Zudem können die Anbieter mit Bonusprogrammen Beitragsrückerstattungen offerieren, auch das wirkt sich auf die Gesamtkosten aus.

Die unterschiedlichen Zusatzleistungen verdienen unter finanziellen Aspekten ebenfalls Beachtung.

Die Beiträge: So unterscheiden sie sich

Zum Jahresanfang 2015 trat eine umfassende Neuregelung in Kraft, durch welche sich ein Krankenkassenvergleich wieder wesentlich mehr als zuvor auszahlt. Der Gesetzgeber hat einen Grundbetrag festgelegt, der sich prozentual am Lohn bemisst. Der Arbeitnehmer- und der Arbeitgeberanteil betragen jeweils die Hälfte. Darüber hinaus können die Anbieter einen ebenfalls prozentual berechneten Zusatzbeitrag erheben, für den allein die Angestellten aufkommen müssen. Liegt dieser bei 1 % und erhält ein Arbeitnehmer monatlich 3.000 Euro Brutto-Lohn, muss er jeden Monat zusätzlich 30 Euro stemmen. Bei einem Vergleich kommt der Höhe dieses Zusatzbeitrags eine wesentliche Bedeutung zu. Ziehen Versicherte die billigste Krankenkasse vor, können sie Hunderte Euro im Jahr sparen. Das trifft auch für freiwillig Versicherte wie Selbstständige zu.

GKV: Krankenkassen im Vergleich

Die Kassen legen die Höhe des Zusatzbeitrags jedes Jahr neu fest. Es kann sein, dass die billigste Krankenkasse ein Jahr später nicht mehr das Ranking anführt. Das stellt aber kein Problem dar. Versicherungsnehmer können die Kasse kurzfristig und ohne Probleme wechseln. Sobald eine Kasse einen Zusatzbeitrag einführt oder ihn erhöht, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Dieses Sonderkündigungsrecht existiert auch bei den meisten Wahltarifen, eine Ausnahme bilden nur die Wahltarife mit Krankengeld. Zudem können Versicherte auch ordentlich mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende kündigen, sofern sie mindestens 18 Monate Mitglied einer Krankenkasse waren und sich nicht für einen Wahltarif mit längerer Mindestbindung entschieden haben.

Ob es sich um eine billige Kasse handelt, hängt auch von möglichen Beitragsrückerstattungen ab. So bieten viele Dienstleister freiwillige Bonusprogramme an. Für ein gesundheitsbewusstes Verhalten stellen sie eine Prämie in Aussicht, Versicherte erhalten jeweils nach dem entsprechenden Aktions-Zeitraum Geld von der Kasse zurück. Dafür müssen Versicherte mit unterschiedlichen Maßnahmen die Voraussetzungen erfüllen, zum Beispiel mit dem Besuch von Vorsorgeuntersuchungen und der Mitgliedschaft in einem Sportverein. Die genauen Voraussetzungen sowie die Höhe der Prämie differieren, Versicherte sollten beide Aspekte bei einem Krankenkassenvergleich berücksichtigen.

Zusatzleistungen begutachten

Sie sollten zudem Aufmerksamkeit auf die Zusatzleistungen legen, damit können sie viel Geld sparen. Im beschränkten Umfang erlaubt der Gesetzgeber den Krankenversicherungen, freiwillige Leistungen anzubieten. Dazu zählen die Kostenübernahme von Naturheilverfahren und von bestimmten präventiven Untersuchungen für Erwachsene und Kinder sowie gebührenfreie Gesundheitskurse. Hierbei spielt eine große Rolle, inwieweit Versicherte diese Angebote überhaupt wahrnehmen wollen. Wer nichts von Naturheilverfahren hält, kann diesen Punkt selbstverständlich ignorieren.