Krankenkassenvergleich Gesetzlich

Das bieten die Krankenkassen

In Deutschland kann beim Krankenkassenvergleich ein gesetzlich Versicherter zwischen verschiedenen gesetzlichen Kassen wählen. Zwar sind die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen festgeschrieben. Sie finden sich im Fünften Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB V). Aber beim Beitrag, beim Service und bei den Leistungen, die eine gesetzliche Kasse zusätzlich anbietet, gibt es Unterschiede. Deshalb ist ein Krankenkassenvergleich für gesetzlich Versicherte auch durchaus sinnvoll.

Damit kann ein Mitglied Geld sparen, besondere Leistungen erhalten oder auf einen Service zurückgreifen, den er unter Umständen bei einem anderen Anbieter so nicht bekommt.

Pflicht zur Versicherung

In Deutschland sollte jeder laut Gesetz eine Krankenversicherung haben. Für die meisten Menschen gibt es sogar eine Pflicht, sich gesetzlich in einer Kranklenkasse zu versichern. Bereits Auszubildende müssen sich dabei selbst um den Schutz kümmern. Für Studenten wird die Wahl einer gesetzlichen Kasse erst ab dem 25. Lebensjahr zur Pflicht. Vorher sind sie noch über ihre Eltern beitragsfrei versichert. Alle anderen Arbeiter und Angestellten, die mit ihrem Gehalt unter der Pflichtversicherungsgrenze liegen, können sich ihre gesetzliche Kasse nach ihren Wünschen und Vorstellungen aussuchen. Liegen Arbeitnehmer mit ihrem Einkommen über der Pflichtversicherungsgrenze, können sie freiwillig Mitglied in einer gesetzlichen Kasse ihrer Wahl werden. Denn vorgegeben wird die Krankenkasse, in der ein Mitglied sich versichern lassen muss, durch den Gesetzgeber nicht. Jeder Bürger mit gesetzlicher Versicherungspflicht hat von Beginn an nämlich die freie Wahl und sollte deshalb auch den Krankenkassenvergleich für Gesetzlich Versicherte ernst nehmen.

Verschiedene Arten von Krankenkassen

GKV: Krankenkassen im Vergleich

Gesetzliche Kassen haben die Aufgabe, die Gesundheit ihrer Mitglieder zu schützen und zu erhalten, den Zustand ihrer Gesundheit zu verbessern oder im Falle einer Krankheit wiederherzustellen. Dabei ist Krankenkasse nicht gleich Krankenkasse. Denn in Deutschland gibt es verschiedene Arten gesetzlicher Krankenkassen. Da sind zum einen die Ersatzkassen. Diese Kassen sind aus dem Modell der freien Hilfskassen entstanden. Dort hatten sich seit dem Jahr 1911 Arbeiter, Angestellte und Handwerker freiwillig versichert. In den Ersatzkassen sind derzeit rund 26 Millionen Menschen versichert.

Eine zweite Kassenart sind die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK). Es gibt derzeit 11 AOKen, die für bestimmte Regionen zuständig sind, die sich über unterschiedliche Bundesländer erstrecken. Ein Drittel der Deutschen, etwa 24 Millionen Menschen, sind derzeit über eine AOK gesichert. Die Betriebskrankenkassen (BKK) als dritte Kassenart können von Unternehmen gegründet werden, in denen es mindestens 1.000 Mitarbeiter mit Pflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung gibt. Allerdings stehen einige der Betriebskrankenkassen sogar für Mitglieder offen, die nicht in dem entsprechenden Beitrieb arbeiten.

Über fünf Millionen Mitglieder haben die Innungskrankenkassen (IKK). Sie können von Handwerksinnungen gegründet werden, die ebenfalls mindestens 1.000 Mitglieder oder Mitarbeiter mit gesetzlicher Versicherungspflicht haben. Übrigens reichen die Wurzeln der Innungskrankenkassen bis ins Mittelalter zurück. Heute stehen die IKKen auch Mitgliedern offen, die keiner Handwerksinnung angehören. Landwirtschaftliche Krankenkassen (LKK) sichern die Gesundheit von Landwirten und ihren Familien sowie von Menschen, die eine Rente beziehen aus der Alterssicherung für Landwirte. Darüber hinaus gibt es noch die Knappschaft (KBS). Sie stand ursprünglich nur Arbeitnehmern im Bergbau offen. Seit dem Jahr 2007 sind sie allgemein geöffnet.

Unterschiede beim Service

Der Service einer Kasse sollte beim Krankenkassenvergleich für gesetzlich Versicherte eine wichtige Rolle spielen. Große Vorteile bei der Betreuung ihrer Mitglieder bieten dabei diejenigen gesetzlichen Kassen, die über ein großes Filialnetz verfügen. In der Regel sind das die AOKen, vor allem im Süden Deutschlands, und einige große Betriebskrankenkassen. Eine große Zahl von Geschäftsstellen bedeutet, dass das Mitglied mit seinen Fragen und Problemen sehr schnell einen Ansprechpartner vor Ort findet. Wichtig ist das für ältere Mitglieder, die gesundheitliche Probleme nicht gern am Telefon besprechen.

Doch auch Kassen, die weniger Geschäftsstellen haben oder den Kontakt mit ihren Mitgliedern ausschließlich über das Internet oder das Telefon abwickeln, müssen nicht unbedingt über einen schlechten Service verfügen. Die meisten Krankenkassen präsentieren sich auf Webseiten im Internet. Dort kann beim Krankenkassenvergleich ein gesetzlich Versicherter sehen, welchen Service eine Kasse für ihre Mitglieder bereit hält. Viele Kassen beantworten über ihren Auftritt im Netz ihren Mitgliedern Fragen zu Gesundheit, bieten schnellen Kontakt bei besonderen Problemen, informieren über Möglichkeiten der Vorsorge und präsentieren ihre Zusatzleistungen und ihre Wahltarife.

Zusatzleistungen und Wahltarife

Interessant beim Krankenkassenvergleich für gesetzlich Versicherte sind die Zusatzleistungen, die Kassen über die gesetzlich festgelegten Regelleistungen hinaus anbieten. Seit Anfang des Jahres 2012 haben die gesetzliche Krankenkassen hierbei sogar noch einen größeren Spielraum. Viele Kassen übernehmen zum Beispiel einen Teil der finanziellen Aufwendungen für Behandlungen bei Osteopathie oder zahlen für alternative Arzneimittel Zuschüsse. Auch die Kosten für eine Haushaltshilfe können übernommen werden, selbst wenn kein Kind im Haushalt lebt. Dazu kommen bei vielen Kassen Kostenübernahmen für Reiseimpfungen.

Mitglieder sollten beim Krankenkassenvergleich für gesetzlich Versicherte nicht zuletzt auf die speziellen Wahltarife achten. Hier entscheidet jede Krankenkasse selbst, wie diese Tarife in ihren Einzelheiten aufgebaut sind. Allerdings müssen sie sich an Regeln halten. So bekommen Mitglieder in einigen Wahltarifen, die Selbstbehalt oder die Rückzahlung von Beiträgen beinhalten, eine Prämie, wenn sie für einen bestimmten Zeitraum möglichst wenige oder keine oder medizinische Behandlung in Anspruch nehmen. Diese jährliche Prämie für einen solchen Tarif darf nach dem Willen des Gesetzgebers nicht mehr als 20 Prozent von dem sein, was das Mitglied im Jahr an Beitrag zahlt. Achtung beim Krankenkassenvergleich für gesetzlich Versicherte, der auf solche Wahltarife abstellt. Sie eignen sich nur für Mitglieder, die jung und gesund sind und deshalb nicht sehr oft zum Arzt müssen.