Vergleich Gesetzliche Krankenkassen

Krankenkassenvergleich lohnt

Krankenkassenvergleich lohnt Für gesetzlich Versicherte lohnt sich ein Vergleich, weil gesetzliche Krankenkassen sich sowohl im Beitrag als auch in den Leistungen unterscheiden. Noch glauben zu viele Mitglieder von gesetzlichen Kassen, dass sie in der einmal gewählten Kasse bleiben müssen. Und das selbst dann, wenn sie mit ihrer Kasse nicht zufrieden sind. Fakt ist aber, dass Kassen seit der Beitragsreform von Anfang 2015 auch wieder mit niedrigen Beiträgen Mitglieder gewinnen können. Der einheitliche Beitragssatz, den alle Kassen nehmen dürfen, liegt derzeit bundesweit einheitlich bei 14,6 Prozent.

Manche Kassen kommen jedoch mit dem Geld aus dem Gesundheitsfond nicht aus und müssen von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag erheben. Der Beitragssatz einer Krankenkasse ist deshalb wieder Kriterium wenn es um den Vergleich für gesetzliche Krankenkassen geht. Ein anderes sind die Leistungen.

Die Leistungen der Krankenkassen

Für die gesetzlichen Krankenkassen gibt es einen Katalog der Pflichtleistungen, die sie anbieten muss. Trotz der Kürzungen der letzten Jahre sind diese noch sehr umfangreich. Ganz normale Kontrolluntersuchungen gehören dazu, die zur frühzeitigen Erkennung und zu Verhütung von Erkrankungen beitragen sollen. Pflicht einer jeden Kasse sind auch Standardimpfungen für ihre Mitglieder. Jede Kasse muss selbstverständlich Therapien für langwierige und schwere Krankheiten anbieten und Unfällen behandeln sowie umfangreiche Nachsorge betreiben. Mitglieder von gesetzlichen Krankenkassen können sowohl ihren Hausarzt als auch den Facharzt ihres Vertrauens frei wählen. Allerdings müssen die gewählten Ärzte mit den gesetzlichen Krankenkassen zusammenarbeiten. In den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse sind die Behandlung im Krankenhaus und die Verschreibung notwendiger Medikamente eingeschlossen. Diese Arznei darf allerdings nicht frei verkäuflich sein. Für spezielle Behandlungen gibt es jedoch Ausnahmen.

GKV: Krankenkassen im Vergleich

Bei bis zu 95 Prozent der Leistungen lohnt der Vergleich für gesetzliche Krankenkassen eigentlich nicht. Doch viele Krankenkassen haben erkannt, dass sie ihren Mitgliedern mehr bieten müssen. Deshalb bieten sie zusätzliche Leistungen. Ein wichtiger Punkt ist der Zahnersatz. Hier haben Kassenpatienten nach den gesetzlichen Regeln nur Anspruch auf die so genannte Regelversorgung. Doch es gibt gesetzliche Kassen, die bei Inlays und Brücken mehr dazu zahlen und sogar die Kosten für Implantate zu einem bestimmten Teil übernehmen. Die Versorgung muss dann jedoch meist von einem von der Kasse bestimmten Zahnarzt vorgenommen werden zugelassenen Arzt erfolgen. Viele Kassen zahlen im Bereich der Vorsorge auch ganz oder wenigstens zum Teil für eine professionelle Zahnreinigung. Gerade diese Leistung ist teuer, wenn sie aus der eigenen Tasche bezahlt werden muss.

Wahltarife und Bonusprogramme

Lohnenswert ist ein Vergleich wenn gesetzliche Krankenkassen Wahltarife anbieten. Entscheiden sie sich dafür, bringt das sogar finanzielle Vorteile. Welche Tarife in ihrem Programm stehen, darüber entscheiden die gesetzlichen Kassen immer selbst. Dabei gibt es jedoch bestimmte Regeln. Prämien erhalten Versicherte in Wahltarifen, die einen Selbstbehalt oder sogar die Rückzahlung von Teilen des Beitrags anbieten, wenn Mitglieder keine oder möglichst nur wenige Leistungen in Anspruch nehmen. Die jährliche Prämie für diesen Tarif darf aber dem Gesetz nach nicht mehr als 20 Prozent dessen betragen, was das Mitglied selbst an Beiträgen im Jahr zu zahlen hat.

Wahltarife gibt es auch im Bereich der alternativen Medizin. Hier erstatten Krankenkassen einen Teil der Kosten für anthroposophische, homöo­pathische oder für andere pflanzliche Arzneimittel. Allerdings zahlt die Kasse nicht für alternative Behandlungen beim Homöopathen. Keine Kosten erstattet die Kasse auch für eine Behandlung durch einen Heilpraktiker sowie die verordneten Mittel. Weil das für viele Mitglieder der GKV immer wichtiger wird, zahlen viele Kassen zunehmend einen Teil der Aufwendungen für ärztlich verordnete alternative Arznei­mittel, auch wenn die nicht verschreibungspflichtig sind. Und zwar ganz ohne Wahltarif bis zu einem festgelegten jährlichen Betrag.

Krankenkassen wechseln

Beim Vergleich für gesetzliche Krankenkassen muss jedes Mitglied den Anbieter wählen, der über das gesetzliche Spektrum hinaus in seinem Programm viele interessante Zusatzleistungen bieten kann. Bonusprogramme sind ein wichtiger Punkt. Dabei gibt die betreffende Kasse ihre Anforderungen vor, die ein Versicherter dann erfüllen kann. Fast alle Kassen belohnen zum Beispiel Nichtraucher. Wer nachweist, dass er an entsprechenden Entwöhnungsprogrammen teilnimmt, erhält Punkte. Die gibt es auch für die Teilnahme an Sportprogrammen. Chronisch Kranke, die sich in entsprechende Vorsorgeprogramme einschreiben, erhalten ebenfalls Punkte. Am Ende eines Jahres oder eines gewählten Zeitraums werden die Pluspunkte zusammengezählt und in Boni umgerechnet. Gute Kassen zahlen ihren Versicherten bis zu hundert Euro. Das lohnt sich.

In einen Krankenkassenvergleich sollten Mitglieder nicht zuletzt den Service einbeziehen, den eine Kasse bietet. Direktkassen zum Beispiel sind nur per Mail oder telefonisch zu erreichen. Das ist kein Problem, wenn Mitglieder der Umgang mit diesen Kommunikationsmitteln leicht fällt. Eine Direktkasse könnte also die beste für Studenten sein, aber für ältere Versicherte eher eine Hürde. Gut aufgehoben sind diese dann bei gesetzlichen Kassen mit einem großen Filialnetz. Wer freiwillig gesetzlich versichert ist und den Kontakt zu seiner Kasse nicht zu oft braucht, ist vielleicht bei einer Kasse mit einem kleinen Netz an Vertretungen gut aufgehoben. Gerade kleinere Betriebskrankenkassen punkten nicht nur beim Beitrag und den Leistungen sondern auch dem Service. Auch wenn sie zum großen Teil über das Telefon oder das Internet kommunizieren.

Wenn bei einem Vergleich gesetzliche Krankenkassen nicht das bieten, was die Mitglieder wünschen, ist der Wechsel einfach. Mitglieder kündigen dem alten Versicherer und melden sich gleichzeitig bei der neuen Kasse an. Eine gesetzliche Krankenkasse darf niemanden ablehnen. Die reguläre Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende. Beim neuen Anbieter muss man mindestens 18 Monate bleiben, kann dann aber erneut wechseln. Wer einen Wahltarif hat, muss eine Kündigungsfrist von 18 Monaten einhalten. Eine außerordentliche Kündigung mit Frist von einem Monats ist jedoch möglich, wenn die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag verlangt oder einen bestehenden Zusatzbeitrag erhöht. Dieses Recht zur as Sonderkündigung besteht unabhängig davon, ob das in einem Wahltarif versichert ist oder nicht.