Beste Krankenversicherung

Ich bin Vanessa Bauer, Gründerin von kvzentrale.com. Ich helfe Menschen, die Fragen rund um GKV und PKV haben oder Ihre Kasse bzw. Versicherung wechseln wollen.

Wer die beste PKV finden möchte, darf sich nicht auf den Preisvergleich beschränken. Der Leistungsumfang kann je nach Tarif stark variieren, und auch die finanzielle Stärke des Versicherungsunternehmens sollte in die Überlegungen einfließen, um nicht auf einen günstigen Einstiegspreis hereinzufallen, bei dem Preissteigerungen vorprogrammiert sind.

Vier einfache Schritte helfen Ihnen, den richtigen Anbieter und einen günstigen Tarif auszuwählen.

  • Nur bestimmte Personengruppen sind nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig oder können sich von der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn sie privaten Versicherungsschutz nachweisen.
  • Je nachdem, zu welcher dieser Gruppen Sie gehören, brauchen Sie einen speziell angepassten Tarif in der PKV.

Angestellte können in die PKV wechseln, wenn sie mehr verdienen als die Jahresarbeitsentgeltgrenze. Der Arbeitnehmer muss den Abschluss einer privaten Krankenvollversicherung nachweisen. Sie heißt auch substitutive Krankenversicherung, weil sie den gesetzlichen Versicherungsschutz ersetzt. Wichtig ist darüber hinaus ein Krankentagegeld-Tarif, der an die sechswöchige Lohnfortzahlung des Arbeitgebers anschließt, also Tagegeld ab dem 43. Krankheitstag absichert. Selbstständige sollten Krankentagegeld früher, zum Beispiel ab dem achten Tag, versichern.

Beamte benötigen einen speziellen Beihilfe-Tarif, bei dem die Leistungen des Dienstherrn bei Krankheit wie eine Selbstbeteiligung in der PKV wirken. Die Selbstbeteiligung macht den Beihilfe-Tarif sehr günstig. Das ist aber auch nötig, denn anders als Angestellte bekommen Beamte keinen zusätzlichen Arbeitgeberanteil zu ihrem PKV-Beitrag. Da die Beihilfe je nach Status (aktiver Beamter, Familienangehöriger, Pensionär) unterschiedlich ist und sich auch in den einzelnen Bundesländern unterscheiden kann, muss der PKV-Vertrag genau zur jeweiligen Beihilfe passen, damit zusammen ein vollständiger Versicherungsschutz entsteht.

Auch Studenten können sich unter bestimmten Voraussetzungen privat versichern, wenn kein Versicherungsschutz über die Eltern besteht. Hier gibt es die besonderen Tarife der Privaten Studentischen Krankenversicherung.

Schritt 2: Leistungen definieren

Jede Krankheitskosten-Vollversicherung enthält die Standardleistungen wie ambulante und stationäre Behandlung, Heil- und Hilfsmittel. Haben Sie Interesse an der Versicherung besonderer Leistungen wie Psychotherapie, Homöopathie und anderer alternativer Heilmethoden, vergleichen Sie Angebote gezielt in diesen Bereichen und stellen Sie fest, welches Leistungspaket Ihre persönlich beste PKV bieten sollte. Sind Sie bereit, eine Selbstbeteiligung pro Versicherungsjahr zu akzeptieren? Oft ist die Beitragsersparnis höher als der Betrag, den Sie maximal selbst zu zahlen haben. Wenn Sie vor dem Besuch eines Spezialisten stets Ihren Hausarzt aufsuchen, fragen Sie nach einem Angebot mit Primärarzt-Prinzip. Der Hausarzt übernimmt eine Lotsenfunktion, die Versicherer honorieren das mit erheblichen Nachlässen.

Schritt 3: Preise vergleichen

Während die gesetzlichen Krankenkassen einen Prozentsatz des Einkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze erheben, kalkuliert die private Versicherungswirtschaft nach dem individuellen Risiko. Das Eintrittsalter, also das Lebensalter bei Vertragsbeginn, und der aktuelle Gesundheitszustand sind die wesentlichen Kriterien für die Preisfindung in der PKV. Es gibt keine beitragsfreie Familienversicherung, auch Angehörige ohne eigenes Einkommen müssen Beiträge entsprechend ihres Risikos zahlen.

Im Internet gibt es viele Online-Rechner, die auch einen anonymen Preisvergleich erlauben. Aber nicht alle Vergleichsportale arbeiten mit allen Anbietern zusammen. Wer einen vollständigen Überblick über die beste PKV haben will, nutzt mehrere verschiedene Rechner oder fragt bei den Unternehmen direkt an.

Beamten-Anwärter müssen beim Preisvergleich besonders darauf achten, ob der angebotene Preis eine Alterungsrückstellung enthält. Dieser Tarifbestandteil ist grundsätzlich gesetzlich vorgeschrieben und sorgt dafür, dass die Privatversicherung nicht allein durch das Älterwerden teurer wird. Anwärter-Tarife, die nur für eine begrenzte Zeit abgeschlossen werden, können aber auch ohne Alterungsrückstellung kalkuliert sein. Der Wechsel in den Status als Beamter auf Lebenszeit ist dann mit einer spürbaren Preiserhöhung verbunden. Fraglich ist auch, ob die Weiterversicherung garantiert wird, wenn der Beamtenanwärter während der Probezeit schwer erkrankt. Die beste PKV für Beamten-Anwärter zeichnet sich nicht durch einen besonders niedrigen Einstiegspreis aus, sondern durch die Möglichkeit zum späteren Tarifwechsel ohne Beitragserhöhung und ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Schritt 4: Anbieter checken

Vielleicht haben Sie mehrere private Krankenversicherer in der engeren Wahl, die ein Leistungsangebot nach Wunsch präsentieren und sich preislich nur wenig unterscheiden. Bedenken Sie, dass nicht nur die Entscheidung für die PKV an sich, sondern auch die Wahl des Versicherers langfristig getroffen wird. Eine Rückkehr in das gesetzliche Sozialversicherungssystem ist nur unter engen Voraussetzungen erlaubt und ab einem Alter von 55 Jahren praktisch unmöglich. Die bei einem privaten Versicherer aufgebaute Alterungsrückstellung kann theoretisch auf einen neuen Anbieter übertragen werden, aber dieser kalkuliert mit dem neuen Eintrittsalter und prüft auch den Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des beabsichtigten Wechsels. Wer ernsthaft krank ist oder war, wird sich schwer tun, einen neuen Versicherer zu finden.

Die beste PKV ist deshalb nicht die mit dem billigsten aktuellen Preis. Suchen Sie nach sogenannten Ratings der Unternehmen, die Ihnen Anhaltspunkte über ihre finanzielle Stärke geben. Informieren Sie sich über Beitragsentwicklungen der Vergangenheit, und Sie werden erkennen, ob der angebotene Preis nur ein Lockvogel ist, dem bald Preissteigerungen folgen.

Abschließend noch ein Wort zu den Spam-Mails, die derzeit wieder die Briefkästen überfluten: Die dort angebotenen Privatversicherungen für 80, 70 oder 50 EUR im Monat gibt es nicht. Die Krankenversicherer haben bereits rechtliche Schritte eingeleitet. Vermutlich stecken hinter den Mails Organisationen, die Mail-Adressen illegal sammeln und verkaufen.

GKV oder PKV – welche passt für mich?

Die beste Krankenversicherung für die persönliche Lebenssituation zu finden, ist gar nicht so leicht. Es ist eine Wahl zwischen zwei grundverschiedenen Systemen. Und selbst wenn die Entscheidung für eine gesetzliche oder private Krankenversicherung gefallen ist, bleibt die Auswahl zwischen vielen gesetzlichen Krankenkassen bzw. Versicherungsunternehmen. Hinzu kommt, dass der einmal gefasste Entschluss langfristig Bestand haben muss. Die Rückkehr von der privaten Krankenversicherung in die Sozialversicherung ist nur unter besonderen Voraussetzungen möglich und spätestens ab dem 55. Lebensjahr nahezu ausgeschlossen.

Und ein Anbieterwechsel in der PKV ist vor allem bei schon länger bestehenden Verträgen mit Verlusten verbunden, denn die angesparte Altersrückstellung der PKV kann nur zum Teil mitgenommen werden. Deshalb ist es wichtig, die langfristig beste Krankenversicherung zu finden und nicht nach kurzlebigen Faktoren zu entscheiden.

  • Gesetzliche und private Krankenversicherung unterscheiden sich vor allem in der Methodik, nach der die Beiträge erhoben werden.
  • Die gesetzliche Krankenversicherung wird finanziert durch einen Beitrag, der in Prozent des Einkommens bemessen wird.
  • Dieses sogenannte Solidaritätsprinzip ist im Wesentlichen aus der Historie der Sozialversicherung zu erklären.
  • Bei ihrer Einführung in Deutschland vor über 130 Jahren waren die meisten Leistungen auch in der Krankenversicherung einkommensabhängig.
  • Das Krankentagegeld hatte mehr Bedeutung als die Behandlungskosten.

Da lag es nahe, auch die Höhe des Beitrags nach dem Einkommen auszurichten. Eine Umverteilung zugunsten der Bezieher niedriger Einkommen war ursprünglich nicht beabsichtigt.

Heute ist die Situation ganz anders. Der weitaus größte Teil der Ausgaben eines Krankenversicherers hat nichts mit dem Einkommen zu tun. Tendenziell sind Menschen mit oft schlecht bezahlter körperlicher Berufsarbeit sogar häufiger krank. Die Subventionierung durch die Besserverdienenden ist aber gedeckelt durch die Beitragsbemessungsgrenze. Das ist der Höchstbetrag, von dem der Beitrag berechnet wird. Alles, was oberhalb der Bemessungsgrenze liegt, bleibt unberücksichtigt.

Seit 2015 teilt sich der GKV-Beitrag auf in einen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 % und einen Zusatzbeitrag, den die meisten Kassen erheben müssen, weil sie mit den Mitteln aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen. Während der allgemeine Beitragssatz hälftig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt wird, belastet der Zusatzbeitrag, im Schnitt rund 1 %, allein die Versicherten. Die beste Krankenversicherung ist, wenn man nur auf die Beitragshöhe schaut, also die mit dem geringsten oder sogar ganz ohne Zusatzbeitrag. Da die Leistungen zu 95 % ohnehin gesetzlich festgelegt sind, unterscheiden sich die einzelnen Anbieter hier eher wenig. Allenfalls die Servicequalität, zum Beispiel Filialen vor Ort oder in großen Kliniken, könnten bei der Entscheidung noch eine Rolle spielen.

Private Versicherer kalkulieren nach dem individuellen Risiko

Arbeitnehmer mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze, Selbstständige und einige andere Berufsgruppen haben die Wahl, ob sie freiwillig im System der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben oder sich privat versichern möchten. Beamte ergänzen ihre Beihilfe durch eine spezielle Privatversicherung. Ob die beste Krankenversicherung in der GKV oder PKV zu finden ist, muss jeder für sich nach seiner Lebenssituation und seinen Zukunftsplänen entscheiden.

Während die GKV einkommensabhängige Beiträge erhebt, zählt für den Privatversicherer allein das individuelle Risiko, das der Versicherte darstellt. Entscheidend sind insbesondere das Alter und die Gesundheit bei Vertragsbeginn und natürlich der gewünschte Leistungsumfang. Ein junger, gesunder Versicherter kann sehr günstig umfassende Leistungen als Privatpatient versichern. Die Beiträge steigen auch nicht deshalb, weil der Kunde älter wird oder vielleicht sogar chronisch erkrankt. Der Versicherer muss diesen natürlichen Verlauf einkalkulieren und ist gesetzlich verpflichtet, dafür eine Altersrückstellung zu bilden.

Diese Punkte gilt es zu bedenken

Aber auch junge Menschen sollten vor dem Wechsel in die PKV einige Fragen klären. So erfordert zum Beispiel die Kalkulation nach dem Risiko einen separaten Beitrag für jedes Familienmitglied. Eine kostenlose Familienversicherung wie in der GKV gibt es nicht. Auch für den nicht arbeitenden Partner und die Kinder ist ein Beitrag zu zahlen. Wer also plant, eine große Familie zu gründen, sollte genau überlegen, ob die PKV unter diesem Gesichtspunkt dennoch attraktiv für ihn ist. Dabei ist zu bedenken, dass einem möglicherweise höheren Beitrag sehr viel bessere Leistungen gegenüberstehen. Wollen Sie die beste Versorgung für Ihre Familie, müssen Sie diese als GKV-Mitglied privat bezahlen oder Geld für eine Zusatzversicherung ausgeben.

Ein weiterer Aspekt liegt zwar vielleicht noch in weiter Zukunft, muss aber unbedingt frühzeitig bedacht werden: Was passiert mit der Krankenversicherung im Rentenalter? Während in der GKV die Beiträge mit dem wegfallenden Einkommen sinken, muss in der PKV der vertragliche Beitrag weiter gezahlt werden. Und es kommt noch schlimmer: Der Arbeitgeberzuschuss fällt mit dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben weg. Er wird zwar durch einen Anteil des Rentenversicherers ersetzt, aber der ist in aller Regel niedriger, weil er sich am Rentenniveau orientiert. Und machen wir uns nichts vor: Bis zum Rentenalter wird der Beitrag zur PKV kräftig gestiegen sein. Selbst wenn das Älterwerden des Einzelnen keine Beitragsänderung zur Folge hat, kann sich die PKV ebenso wenig wie die Sozialversicherung dem demografischen Trend und der Kostensteigerung im Gesundheitswesen entziehen.

Die beste Krankenversicherung ist die, die sich schon frühzeitig auf diese Entwicklungen einstellt. Gab es bei dem Versicherer Ihrer Wahl in der Vergangenheit überdurchschnittliche Beitragssteigerungen? Seien Sie vorsichtig, möglicherweise gibt es ein Problem mit der Kostensituation oder überalterten Beständen. Dann sind auch in Zukunft überproportionale Erhöhungen nicht auszuschließen. Lassen Sie sich schon beim Vertragsabschluss zeigen, wie der Beitrag im Alter gesenkt werden kann. Dafür gibt es spezielle Bausteine, die durch kleine Sparraten während des Berufslebens eine große Beitragsreduzierung ab dem Rentenbeginn bewirken. Ist der Arbeitgeberzuschuss noch nicht ausgeschöpft, beteiligt sich sogar Ihr Chef an diesem Spartopf.


Vanessa Bauer

Im Laufe meiner beruflichen Karriere habe ich gelernt, wie gesetzliche Krankenkassen arbeiten und wie private Versicherer ihre Tarife kalkulieren. Dadurch kann ich einschätzen, wovon in erster Linie die Versicherer profitieren, und wovon die Versicherten selbst.


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